Gültig ab 2018

 

§ 2 Abs. 1 FahrlG

 

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Fahrlehrer

 

Die Fahrlehrerlaubnis wird erteilt, wenn

  1. der Bewerber das 21. Lebensjahr vollendet hat,

  2. der Bewerber geistig und körperlich geeignet ist,

  3. der Bewerber fachlich und pädagogisch geeignet ist,

  4. gegen den Bewerbe keine Tatsachen vorliegen, die ihn für den Fahrlehrerberuf als unzulässig erscheinen lassen,

  5. der Bewerber mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf oder eine gleichwertige Vorbildung besitzt,

  6. der Bewerber im Besitz der Fahrerlaubnis der Klasse ist, für die die Fahrlehrerlaubnis erteilt werden soll,

  7. der Bewerber seit mindestens drei Jahren die Fahrerlaubnis der Klasse B und, sofern die Fahrlehrerlaubnis zusätzlich für die Klasse A, CE oder DE erteilt werden soll, jeweils auch zwei Jahre die Fahrerlaubnis der Klasse A2, CE oder D besitzt,

  8. der Bewerber innerhalb der letzten drei Jahre vor Erteilung der Fahrlehrerlaubnis ausgebildet worden ist,

  9. der Bewerber eine Prüfung nach § 8 bestanden hat und

  10. der Bewerber über die Ausübung der Berufstätigkeit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt.

    Unzuverlässig im Sinne des Satzes 1 Nummer 4 ist der Bewerber insbesondere dann, wenn er wiederholt die Pflichten gröblich verletzt hat, die ihm nach diesem Gesetz oder auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnung obliegen.

    § 2 Abs. 2 FahrlG

    Des zweijährigen Besitzes einer Fahrerlaubnis der Klasse CE oder D bedarf es nicht, wenn der Bewerber um die Fahrlehrerlaubnis der Klasse CE oder D sechs Monate lang hauptberuflich – als Angehöriger der Bundeswehr, der Bundespolizei oder der Polizei überwiegend – Kraftfahrzeuge der beantragten Klasse geführt oder sich nach Erwerb der Fahrerlaubnis einer 60 Fahrstunden zu 45 Minuten umfassenden Zusatzausbildung in einer Fahrschule auf solchen Kraftfahrzeugen unterzogen hat.